Feuerstätterkopf

Gebiet Bregenzerwald (Österreich)
Startpunkt Sibratsgfäll (Café Alpenrose)
höchster Punkt 1645 m
Gesamtanstieg ca. 700 Höhenmeter
Gesamtstrecke 3:00 h, ca. 8 km
Anspruch einfach (T2, Bergwandern)
Datum 19.5.2002 (So.)
Route - Sibratsgfäll (Café Apenrose)
- Wilds
- Bereuters Neualpe
- Feuerstätterkopf (1645 m)
- Wilds
- Café Alpenrose

 

Blick Richtung Winterstaude

Bild 1:

Kurz hinter Sibratsgfäll beim Café Alpenrose endet die für PKW zugelassene Strecke. Demensprechend bleibt das Auto auf dem Parkplatz des Cafés stehen und los kanns gehen. Der Weg steigt zunächst sanft über Wiesen an und mündet dann in einen Fahrweg ein. Was merkwürdig anmutet, sind die Häuser, die am Wegesrand stehen und alle irgendwie krumm und schief geraten sind, zum Teil auch grob abgestützt werden müssen. Was es damit auf sich hat, sollte ich erst am Schluss der Wanderung bei der Einkehr ins Café Alpenrose erfahren.

Blick auf Höhe von Wilds Richtung Winterstaude.

 

Beschädigtes Haus bei Wilds

Bild 2:

Beschädigtes Haus bei Wilds

 

Knabenkraut

Bild 3:

Knabenkraut

 

Alpenmaßliebchen (Aster bellidiastrum)

Bild 4:

Alpenmaßliebchen (Aster bellidiastrum)

 

Frühlingsenzian

Bild 5:

Frühlingsenzian

 

Brunnen bei der Bereuters Neuenalp

Bild 6:

Das verwüstete Gebiet habe ich verlassen und quere nun am Fuß des Feuerstätterskopfes hinüber zur Bereuters Neuenalp.

 

Enzian

Bild 7:

Enzian

 

Gipfelkreuz am Feuerstätterkopf

Bild 8:

Den Wegweiser zum Gipfel kann ich nicht entdecken und so laufe ich noch ein Stückchen weiter Richtung Sättele, drehe dann aber um, denn hoch oben in der Bergflanke kann ich ein Teilstück eines Wanderweges erkennen. Weglos erklimme ich die steile Bergflanke, bis ich den regulären Pfad erreicht habe. Bald ist die Anhöhe erreicht und nach einem kurzen Grat kommt auch schon das Gipfelkreuz in Sicht.

Gipfelkreuz am Feuerstätterkopf

 

Abstieg vom Feuerstätterkopf über die Nordflanke

Bild 9:

Nach einer wohlverdienten Rast am Gipfel erfolgt der Abstieg über die anfangs recht steile, aber waldbestandene Nordflanke. Im Nordhang kann man erkennen, dass hier die letzten Schneereste erst gerade geschmolzen sind und der Frühling noch keinen Einzug gehalten hat.

 

Burglhütte

Bild 10:

Blick auf die gut besuchte Burglhütte

 

Blick nach Norden

Bild 11:

Blick nach Norden über das Balderschwanger Tal hinweg

 

Diedamskopf (?)

Bild 12:

Diedamskopf (?)

 

Gottesackerwände und Hoher Ifen

Bild 13:

Gottesackerwände und Hoher Ifen

 

beschädigtes Haus

Bild 14:

Beschädigtes Haus

Im Café Alpenrose erfahre ich endlich die Hintergründe für die seltsam verrenkten Häuser beim Anstieg Richtung Feuerstätterkopf, illustriert mit dementsprechenden Bildern und Zeitungsausschnitten. Nachdem sich der Boden bereits im vorherigen Herbst mit Wasser vollgesogen hatte, schmolzen im Frühjahr 1999 Unmengen Schnee innerhalb kurzer Frist. Weitere Regenfälle beeinträchtigten as labile Gelände zusätzlich. Die Gesteine am Feuerstätterkopf bestehen aus sogenanntem Wildflysch, wobei sich Flysch ethymologisch vom Begriff Fließen ableitet. Die Mischung aus Mergel, Ton und Sandstein entwickelt sich zusammen mit genügend Wasser zu einem fließfähigen Gemisch, das dann irgendwann bei genügend Wassersättigung die Bodenhaftung verliert und wie zu nasser Sand den Hang hinab zu gleiten beginnt.Im Gegensatz zu einer Mure geschieht dies aber fast unmerklich langsam, innerhalb von Tagen anstatt von wenigen Minuten. Wie bei einem Erdbeben entstehen dadurch Scherkräfte, und die auf dem Untergrund befindlichen Gebäude stürzen zum Teil ein oder werden schwer beschädigt. So geschehen am Feuerstätterkopf im Mai 1999.

 

Erosionsschäden

Bild 15:

Erosionsschäden

 

Panoramabild mit  Winterstaude

Bild 16:

Panoramabild mit Winterstaude